Zieldilemma bei Fusionen

Firmenfusionen bringen mit sich, dass Effizienz gesteigert werden kann. Vor allem dann, wenn es Systeme und Funktionen nach der Firmenfusion doppelt oder mehrfach gibt. Will man diese Effizienz nutzen macht es Sinn Systeme, die es doppelt gibt zusammenzulegen.

Um das zu bewerkstelligen darf nicht nur technisch an die Sache heran gegangen werden, sondern es muss auch die Fachlichkeit, die vom System unterstützt wird einbezogen werden – das ist ein kritischer Erfolgsfaktor. Das gemeinsame oder das neue System wird die Fachabteilungen schließlich nicht genau so unterstützen, wie es die alten Systeme getan haben.

Um Systemzusammenführungen kostengünstig und effizient zu bewerkstelligen wäre es natürlich sinnvoll das schnell und ohne äußere Einflüsse zu machen, die sich auf Grund von Marktgegebenheiten ergeben. Realistisch ist das allerdings nicht.

Das Dilemma ist, dass während die Integration der Systeme läuft, gleichzeitig den Markt weiter optimal zu bedienen. Jegliche Änderung, die durch Markteinflüsse entstehen müssen in das neue System und wahrscheinlich auch in den alten Systemen eingebaut werden, was kurzfristig zu erhöhten Kosten führt.

Ein Ansatz kann sein, die Systemintegration bzw. den Neubau von einem eigenständigen Team durchführen zu lassen, während die Betreuung der bestehenden System unverändert bleibt. Dabei muss natürlich sichergestellt sein, dass neue Anforderungen, wenn sie im Altsystem realisiert werden sollen auch ihren Weg in das neue System finden.

Eine Governance-Struktur, die sicherstellt dass Vertreter der IT und der Fachbereiche gemeinschaftlich und straff organisiert  die Systemintegration begleiten ist ein Muss um das Ziel der Systemintegration auch oder gerade trotz dynamischen Markteinflüssen schnell zu erreichen.

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