„Konkrete Interaktionsmuster entstehen …

… gemäß der individuellen Wertesysteme der Beteiligten und ihrer Methode der Kontenführung.“

Diese These ist einer weitere der Radikalen Marktwirtschaft.

Was sind die Konsequenzen für die Führung von Personen? Was sind die Konsequenzen, wenn sich diese Führung im Kontext eines Firmenzusammenschlusses abspielt?

Menschen leben in ihren eigenen Wertesystemen, die sie im Laufe ihres Lebens aufbauen. Geprägt von der Kinderstube, der Sozialisation in Kindergarten und Schule, den Erlebnissen und deren Verarbeitung bilden sich diese Werte aus. Während einige der Werte zumindest innerhalb eines Kulturkreises ident sind ist der individuelle Mix an Werten individuell verschieden. Erschwerend kommt hinzu, dass Werte nicht beobachtbar sind.

Daraus ergibt sich, dass in Firmen (also Systemen interagierender Menschen) eine schier unermessliche Zahl von Interaktionsmöglichkeiten entsteht und gleichzeitige eine Zahl von Interaktionsmöglichkeiten, die in dem Kontext nicht entsteht.

Werden nun zwei Sozialsysteme (= Firmen) verschmolzen so prallen zwei etablierte Systeme aufeinander. Ob das gut geht oder nicht hängt davon ab, wie die Menschen mit diesen unterschiedlichen etablierten Interaktionsmöglichkeiten umgehen. Was in einen System „erlaubt“ ist muss noch lange nicht im anderen „geduldet“ sein.

Die Aufgabe der Führungskräfte ist es im Falle einer Firmenverschmelzung die Menschen darauf vorzubereiten mit diesen Unterschieden konstruktiv umzugehen.

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