Globale Probleme brauchen globale Lösungsstrategien

Seit Wochen tritt im Golf von Mexiko Rohöl aus dem abgebrochenen Rohr in 1600m Tiefe aus. Bisher sind alle Versuche gescheitert, den Ölaustritt zu stoppen. Obwohl die verantwortliche Firma an einer Lösung arbeitet wird die Zeit knapp. Die Hurrikansaison beginnt gerade und wird weitere Versuche das Loch zu stopfen zumindest stören, wenn nicht ganz verhindern.

Ich frage mich, ob für solch dramatischen Ereignisse nicht eine internationale Zusammenarbeit sinnvoll wäre, die eine rasche und effektive Lösung solcher ökologischer und potenziell globaler Notfälle sicherstellen soll. Diese Zusammenarbeit könnte eine Eingreiftruppe bestehend aus den besten Experten zu jeder denkbaren Problemstellung bereitstellen. Es versteht sich von selbst, dass das voraussetzt, dass eine überstaatliche Einigung über Kompetenzen und den Modus der Zusammenarbeit herstellbar ist. Erst wenn das der Fall ist, kann man über globale Notfallpläne reden, die im Falle von Notfällen mit potenziell globaler Wirkung in Kraft gesetzt werden können.

Wie wahrscheinlich ist es, dass solch ein globale Zusammenarbeit in den nächsten 1-2 Jahrzehnten unter Beteiligung  aller Staaten entwickelt? Hm … Obwohl  ich meine, dass diese Zusammenarbeit nicht nur für die Lösung globaler Notfälle notwendig sein wird, sondern auch für die Lösung der auf die Menschheit zukommenden Probleme, sehe ich die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Staaten als größtes Hindernis.

Als positiv denkender Mensch glaube ich aber daran, dass die Menschheit aber die notwendige Reife erreichen wird abseits von Marktwirtschaft und lokalen Optimierungstendenzen eine gemeinsames Bewusstsein für die globalen Probleme entwickeln wird. Entweder als logische Entwicklung der Evolution oder notgedrungen durch das Akutwerden eine globalen Problems wie z.B. der Erderwärmung.

3. Juni 2010 von Christoph Dopplinger · Permalink · Kommentieren
In: Alles andere · Schlagworte: ,

Klettern …

… scheint der neue Trendsport zu sein. Ich war heute Abend mit zwei Freunden in der Kletterhalle Wien. Da hab ich doch zwei Kollegen meiner früheren Firma getroffen und kurz danach noch zwei Kollegen aus meiner derzeitigen Firma. Sind Sportstätten die Kaffeehäuser des 21. Jahrhunderts? Das wohl nicht. Aber: Die Menschen haben dort gemeinsame Ziele und das schweißt sozial zusammen.

Zurück zum Klettern.

Nach 5 Kletterrouten mit Schwierigkeitsgrad bis zu 4+ (was für den Anfang nicht so schlecht ist – hab ich mir sagen lassen) habe ich im letzten Versuch auf halber Höhe aufgeben müssen. Die Kraft in den Händen hat mich verlassen und ich habe mich ins Seil fallen lassen. Morgen werde ich die Unterarme recht deutlich spüren. Nächstesmal werde ich dann doch mehr mit den Beinen arbeiten. Ist mein fester Vorsatz. Und wenn ich “Schreibtisch-Ritter” dann morgen als beim Helpdesk anrufe, um mir eine leichter gängige PC-Tastatur zu bringe, weiß ich, was ich heute schon ahne: Ich habe meine Grenzen 100%ig ausgenützt ;-)

Und trotzdem: Spaß hat sie gemacht, diese Kombination aus Ganzkörper-Workout und Problemlösung.

31. Mai 2010 von Christoph Dopplinger · Permalink · Kommentieren
In: Alles andere · Schlagworte: ,

Erkenntnisgewinn

Nehmen wir nur mal hypothetisch an ein Unternehmen ist seit Jahren in einem Geschäftsfeld tätig, in dem sich diese eines einzelnen Dienstleisters für Softwareentwicklung bedient. Nun nehmen wir zusätzlich an, dass die Priorität immer war, schnelle Lösungen zu produzieren, um am Markt erfolgreich zu sein. Gute und ausreichende Dokumentation wurde nicht geschaffen. Mit jeder neuen Anforderung wächst und gedeiht das System. Die Bindung zum Anbieter wird größer.

Was passiert aber wenn man einen zweiten Dienstleister einsetzten will? Welches Wissen wird der benötigen? Ist dieses Wissen explizit vorhanden und dokumentiert, oder ist das hauptsächlich in Form von Fakten und Erfahrungswissen in den Köpfen des ersten Dienstleisters vorhanden?

Der Leser möge sich seine eigene Theorie bilden.

Entscheidet sich die Firma nun für einen zweiten Dienstleister ist das ein Risiko und eine Chance gleichzeitig. Chance deswegen, weil im Verlauf des Projektes zu erwarten ist, dass jenes implizit vorhandene Wissen, dass nun dem neuen Dienstleister nicht zur Verfügung steht benötigt wird. Dieses gilt es zu sichern, um dem Unternehmen, das den Auftrag erteilt die Möglichkeit zu geben, wieder explizit in den Besitz dieses Wissens zu kommen. Dieser Erkenntnisgewinn schafft Freiheit.

Alles was man tun muss, ist für Vorgaben zu sorgen, dass dieses Wissen dokumentiert wird und im Rahmen des Projektes auch wiederverwendbar abgespeichert wird.

So sieht es aus.

Wenn die Struktur das Problem ist

Probleme können auf unterschiedlichen Ebenen auftreten. In Arbeitsgruppen können sich diese z.B. auf der Ebene der Zusammenarbeit, der Skills, der Kommunikation usw. zeigen. Viele dieser operativen Probleme lassen sich einfach lösen. Was aber wenn man einen Lösungsversuch nach den anderen versucht jedoch nie eine zufriedenstellende Lösung erhält?
In solchen Fällen liegt der Verdacht nahe, dass die Ursache fur das oder die Probleme auf struktureller Ebene liegen. Diese Art von Problemen lässt sich nicht mehr innerhalb der vorgegebenen Struktur lösen. Hier ist ein Eingriff von außen notwendig.
Die Aufgabe des Managements ist hier eine Lösung herbeizuführen – durch Hinweis an die nächsthöhere Managmentebene oder wenn möglich durch direkten Eingriff in die Struktur. Letzteres kann schwierig oder sogar unmöglich sein, wenn man als Manager Teil der problematischen Struktur ist. Abhilfe kann in diesem Fall jedoch Beratung von außen kommend sein.

31. März 2010 von Christoph Dopplinger · Permalink · Kommentieren
In: Alles andere · Schlagworte: 

Gesetz der Anziehung

Heute hat mir ein Freund empfohlen auf eine Situation das Gesetz der Anziehung anzuwenden. Auf die Frage was sich dahinter verbirgt hat er mir gesagt, dass das in etwa bedeutet, dass Gleiches Gleiches anzieht und man mit einer positiven Einstellung, den Erfolg suchend auch mehr Erfolg haben kann. Auch dass diese Einstellung damit zu tun hat, dass die Wahrscheinlichkeit fair oder gut behandelt zu werden steigt, wenn man andere fair und gut behandelt.

Auf meinen Einwand, dass das im Grunde das „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ Prinzip sei musste ich herbe Kritik einstecken, dass ich zu negativ denke ;-)

Wie auch immer. Sich nach den Prinzipien des Gesetzes der Anziehung kann nicht schaden. Man muss sich ja nicht gleich voll hineinsteigern und kann es mal entspannt angehen. Wenn es nicht sofort hilft wird es doch wohl nicht sofort schaden.

29. März 2010 von Christoph Dopplinger · Permalink · 1 Kommentar
In: Alles andere · Schlagworte: , ,

Berater und Mitarbeiter

Ich habe öfters schon die Kritik am Einsatz von Beratern gehört. Sie bekämen Geld für Berichte, die mit Informationen gefüllt sind, die im Unternehmen ohnehin evident sind. Sprich der Value-Add null ist.

Ist dem wirklich so? Ich denke es gibt diese Fälle. Sie sind aber ein Ausdruck einer gelebten Kultur, die einen Dialog über Themen der Beratung auf Ebene der Mitarbeiter nicht erlauben oder nicht vorsehen.

Ich finde das schade, da es ja eigentlich von Misstrauen im Unternehmen zeugt .Dabei könnte man dieses Misstrauen leicht mit einem Dialog über den Nutzen der Beratung entschärfen bzw. vermeiden.

22. März 2010 von Christoph Dopplinger · Permalink · Kommentieren
In: Führung · Schlagworte: ,

Über den Einsatz von Beratern

Der Einsatz von Beratern ist in der Wirtschaft eine gängige Praxis. Diese hat viele Vorteile aber es gibt auch Dinge die beim Einsatz von Beratern zu beachten sind.

Einige Vorteile sind:

Mit all den Vorteilen ist aber auch zu beachten, dass Berater zumeist temporäre Aufträge haben. Gute Berater werden daher vorschlagen einen Wissenstransfer bzw. –aufbau zu machen für die Zeit nach ihrer Beratertätigkeit.

Geht es bei der Beratung um Analysen, so muss sichergestellt sein, dass die Berater die notwendigen internen Experten bzw. Informationen zur Verfügung gestellt bekommen, um aussagekräftige Analysen durchzuführen. Es muss auch auf die Analysetiefe geachtet werden, damit das Ergebnis in einem realistischen Bezug zur Realität gesetzt werden kann.

Insgesamt stellen Berater eine gute Ergänzung zu internen Ressourcen dar, wenn ihr Einsatz gut geplant ist und je nach Beratungstyp die Ergebnissicherung eingeplant wird.

21. März 2010 von Christoph Dopplinger · Permalink · Kommentieren
In: Führung · Schlagworte: ,

Krisenmanagement mit Scrum

Heute habe ich mich mit einem Kollegen gemeinsam entschieden Scrum als Methodik einzusetzen, um ein ins Strudeln geratenes Projekt wieder auf einen guten Weg zu bringen. Wir werden die Elemente Product Backlog, Sprint Backlog, Impediment Log, Sprint Planning Meetings und das Burndown Chart verwenden, um dem Team Klarheit über die anstehenden Aufgaben zu geben. Zusätzlich wird es tägliche Scrum Meetings geben – strickly time boxed natürlich.

Ich bin schon gespannt wie sich die Sache entwickelt. In jedem Fall bin ich zuversichtlich, da ich bereits die positiven Effekte des Sichtbarmachens der Handlungen in einen Team erleben durfte.

Unter die Oberfläche schauen

Ich verstehe meinen Auftrag als Führungskraft so, dass es meine Verantwortung ist, für meine Gruppe/Abteilung so zu sorgen, dass diese so operieren kann, dass größtmögliche Wertschöpfung gegeben ist und das nicht nur auf ein Projekt bezogen, sondern auch im Sinne der Nachhaltigkeit.

Es gilt hier stets (im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten) die notwendigen Strukturen zu schaffen, dass die Mitarbeiter ungehindert und effizient arbeiten können.

Wichtig ist hier auch die Beobachtung möglicher Anzeichen von strukturellen Problemen. Diese können innerhalb der Gruppe/Abteilung aber auch im Zusammenspiel mit anderen Gruppen oder Abteilungen gegeben sein.

Probleme können sich hier durch unzureichende Qualität, Verzögerungen in Projekten, oder auch in Form von Konflikten äußern. Was auch immer der Anlass ist, ich kann nur empfehlen, jegliches Anzeichen zu hinterfragen, um die unter der Oberfläche des Tagesgeschäftes zugedeckten Probleme zu entdecken.

Sind die Probleme erst mal am Tisch, können sie auch effektiv bearbeitet werden.

Ein Herangehen an ein Problem im Stile: “Dann gebt mal Gas. Macht die eine oder andere Überstunde und alles wird gut.” hilft evtl. kurzfristig, wenn es garnicht anders geht löst aber das Problem nicht.

Auch in diesem Fall lohnt es sich danach nochmal hinzusehen und das Problem zu bearbeiten.

Disney Modell

Um in kreativen Prozessen am Ende eine Lösung, ein Produkt oder ganz banal ein Ergebnis herauszubekommen, das brauchbar ist bedarf es der Koordination unterschiedlicher “Energien”. Walt Disney hat dazu seinen eigenen ABlauf gehabt, den er immer und immer wieder durchlaufen hat, bis er ein in seinen Augen perfektes Ergebnis hatte.

Dazu hat er selbst die Rollen

eingenommen. In genau dieser Sequenz. Zuerst hat er als Träumer Ideen generiert, die er im Anschluss aus der Rolle des Realisten in umsetzbare Projekte übersetzen ließ. Danach hat er diese von der Rolle Kritiker durchleuchten, um Fehler in den Plänen zu finden. Die gewonnen Erkenntnisse hat er an den Träumer weitergegeben, um für die erkannten Probleme Lösungen zu finden. Danach hat der Zyklus wieder begonnen – solange, bis die Lösung perfekt war.

Während Walt Disney diese Rollen alle selbst einnehmen konnte ist es im Führungsalltag wahrscheinlicher, und auch sinnvoller diese Rollen von Personen einnehmen zu lassen, die kreativ sein können (Träumer), gute Pläne erzeugen können (Realisten), und Ideen auf Sinnhaftigkeit überprüfen und kritisieren können (Kritiker).

Auch hier ist es wichtig und sinnvoll die Reihenfolge der Schritte exakt zuu durchlafen und den Prozess so zu steuern, dass jeder der Teilnehmer seine Rolle kennt und diese gleich wichtig im Prozess gesehen werden können.

Man kann das im Rahmen von Besprechungen bzw. Kreativsessions machen oder als Prozesskette implementieren. Probier es aus, experimentiere damit … spiel Dich … hab Spaß dabei.

18. Februar 2010 von Christoph Dopplinger · Permalink · Kommentieren
In: Führung · Schlagworte: ,